Italienischer Name, englische Gruppe, grenzensprengende Vokalkunst: I Fagiolini, die »Böhnchen«, zeichnen sich durch hochklassigen Gesang ebenso aus wie durch viel Humor und außerordentliche Kreativität. Das Ensemble von Robert Hollingworth macht sich auf in seine bereits 40. Saison und hat neben dem »klassischen« Konzertgeschehen auch eine Vielzahl an genre- und spartenübergreifenden Projekten realisiert, die u.a.mit Film, Tanz, Puppen oder Zirkus kokettieren und so die Vokalmusik von Renaissance und Barock immer wieder neu denken. Nach 2008 ist I Fagiolini zum zweiten Mal beim Festival und offeriert in seinem Jubiläumsjahr ein Programm persönlicher Repertoire-Lieblinge mit Prunkstücken der europäischen Renaissance bis Monteverdi wie auch modernen und zeitgenössischen A-cappella-Kleinoden.
Mehr als vielversprechend!
Konzerteinführung mit I Fagiolini und amarcord um 19:05 Uhr in der Lutherkirche

Leipzig, 07.05.2026
Understatement war gestern
I Fagiolini aus Großbritannien ziehen bei „a cappella“ alle Register
40 Jahre und noch lang nicht leise – das gilt noch(!) nicht für das Festival „a cappella“, wohl aber für dessen Gäste am Mittwochabend: In der (proppevollen) Lutherkirche gastiert das britische Ensemble I Fagiolini, das in seinem Jubiläumsjahr ein Programm mitbringt, das in Anlehnung an eine Szene aus Monty Pythons „Ritter der Kokosnuss“ überschrieben ist mit „We’re not dead yet“. Und so zeigen sich die acht Sängerinnen und Sänger – mit ihrem Ensembleleiter Robert Hollingworth, der vor allem durch das Programm führt, aber vereinzelt ebenfalls singt, dann zu neunt – in wechselnden Stückbesetzungen auch quicklebendig und voller Taten- und Notendrang, ja geradezu mit derartiger Präsenz, dass die einst aus einer Laune heraus genannten „Böhnchen“ (fagiolini) eher als Platzhirsche gelten müssen (ohne es dabei an Eloquenz, Eleganz und Respekt vor der Musik missen zu lassen).
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